Grundlagen der Fußanalyse

Die Voraussetzung für ein gesundes, harmonisches Gehen, Stehen und Laufen hängt natürlich in erster Linie von der Synchronität und Stabilität unserer Füße ab.

Neben verschiedener Tests* besteht, mittels Videoaufnahmen mit dem Analyse System von Dartfish® bzw. der mobilen iPad-Lösung Eidoo® die Möglichkeit,

Fehlstellungen und Störungen der Fußfunktionen zu ermitteln, aufzuzeigen und zu bewerten.

Weitere Schritte abzustimmen und von Grund auf unser Gehen und unsere Bewegung zu verbessern.

 

 

Fussanalyse nach Dartfish

http://dartfish-bewegungsanalyse.de

Bewegungsanalyse nach EIDOO

http://mobile-bewegungsanalyse.de

Downloads: EIDOO - Folder - Professionelle Bewegungsanalyse

Was bedeutet die Fuß- und Handkraft für unsere Gesundheit

Untersuchungen belegen, dass Menschen mit einer guten Fuß- und Handkraft gesünder sind und eine höhere Lebenserwartung haben.

Auch wenn dies zunächst etwas ungewöhlich klingt, hat es bei näherer Betrachtung durchaus einen Sinn. Der Einfluss der Muskulatur und den Faszien auf unsere Gesundheit wurde lange Jahre vernachlässigt.

Erst in den letzten Jahren wurde begonnen deren Zusammenhänge und Einflüsse auf Gesundheit näher zu erforschen. Muskeln dienen nicht nur als "Motor" zur Fortbewegung, sondern haben Gesamtheitlichen Einfluss auf unseren Körper:  Bis ins hohe Alter kann eine Steigerung unserer Muskelkraft dazu beitragen gesünder zu bleiben. Alleine schon ein regelmäßiges Gehen und Stehen auf instabilen Untergrund, verbessert Kraft, Stabilität und Wahrnehmung.

Die Fußsohle

Bodenständig und "sinnvoll" - unsere Fußsohle

Sie ist extrem geduldig, leistungsstark und ein wahres Wunderwerk der Evolution – unsere „Planta pedis”. Die Fußsohle umfasst nur eine kleine Fläche Haut, besitzt aber mehr Sinneszellen als unser Gesicht. Deshalb sind wir unter den Füßen auch so kitzelig. Wer mit Akupunktur oder Fußreflexzonenmassage vertraut ist, weiß, wie eng Fußsohle und körperliches als auch seelisches Befinden miteinander verbunden sind. Viele Menschen sind über diese Zusammenhänge aber nicht hinreichend informiert, oder machen sich keine ernsthaften Gedanken darüber. So haben sich Füße und Fußsohlen unserem Lebensstil und der Mode anzupassen, werden in enge Schuhe gesteckt und oft bei der Körperpflege vernachlässigt. Wer barfuß läuft, zum Beispiel am Strand oder im Garten, empfindet das Gefühl an und unter den Füßen meist als „befreiend“ und angenehm. Doch wir leben nicht mehr wie unsere Vorfahren oder indigene Völker. Wir sind „zivilisiert“ und tragen Schuhe. Oft solche, die unseren Füßen nicht gut tun. Doch sie verzeihen uns viel, schaffen sich ein „dickes Fell“ an, oft, bis Grenzen überschritten sind und sie mit Beschwerden wie Hornhaut oder Fersensporn den Notknopf drücken.

Der Fußrücken

Die Subkutis des Fußrückens ist sehr verschieblich und anpassungsfähig und neigt schnell dazu Flüssigkeiten zu sammeln und anzuschwellen (Ödem). Das Fußrückenödem ist ein häufiges Symptom zahlreicher Erkrankungen, wie z.B. Rechtsherzinsuffizienz, venöse und lymphatische Abflussstörungen, Entzündungen und allergische Reaktionen.
Bei der chronisch venösen Insuffizienz tritt das Fußrückenödem besonders bei Bewegungsmangel und längererem Stehen auf.
Die Muskeln des Fußrückens sind eine Gruppe von zwei Extensoren, die zusammen die dorsale Fußmuskulatur ausmachen. Das sind der M. extensor digitorum brevis und der
M. extensor hallucis brevis.

Verlauf und Versorgung
Beide Muskeln liegen in der flachen Fußrückenfaszie (Fascia dorsalis pedis). Dabei prägen ihre Muskelbäuche das Oberflächenrelief des lateralen Fußrückens. Der Nervus fibularis profundus ist für die Innervation verantwortlich. M. extensor digitorum brevis entspringt am Calcaneus und teilt sich in drei Muskelbäuche die mit ihren Sehnen an den Dorsalaponeurosen und den Mittelphalangen des zweiten bis vierten Zehs ansetzen.

Beginn der vorderen Myofaszialen Kette

Der Fuß

Die Muskeln und Faszien des Fußrückens haben ebenso einen sehr hohen Anteil an der Funktion und Beweglichkeit unserer Füße, vor allem auch unserer Zehen. Gemeinsam mit dem Sprunggelenk und der Unterschenkelmuskulatur hat diese einzigartige Konstruktion, bei richtiger Funktion, maßgeblichen Anteil auf unser Wohlbefinden und unsere Leistungsfähigkeit.

 

Die Zehen / Großzeh


Der Großzeh ist mit über 80 % für die Fußstabilität verantwortlich. Die Fähigkeit, auf zwei Beinen zu gehen war in der Evolution eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entwicklung zu den Menschen die wir heute sind.

Um uns Bipedie ( Zweibeinigkeit) zu ermöglichen, haben sich unsere Fußknochen nach und nach entwickelt und angepasst. Eine entscheidende Rolle spielte dabei der große
Zeh. Eine aktuelle Studie zeigt, dass der große Zeh sich als letzter unserer Zehen entwickelt, hat und letztendlich unsere Vorfahren sich damit zu einem fast unermüdlichen
Läufer und aufrechten Beobachter weiterentwickeln konnte.


Auch heute spielt unser großer Zeh eine wichtige Voraussetzung für einen gesunden Gang. Bei der einzigartigen Konstruktion unserer Füße, dient er als Anker, Hebel und
Motor unserer Fortbewegung. Kraft, Stabilität und Flexibilität der Großen Zeh ist eine wichtige Voraussetzung um natürliche, gesunde und gewandte Bewegungen zu ermöglichen.
Eine nach wie vor einseitige Sichtweise und großteils fehlerhaften Schuhkultur, verhindern dass der große Zeh effektiv und natürlich arbeiten kann. Zu enge Schäfte und steife
Sohlen schwächen die Strukturen des gesamten Fußes und sind häufig Verursacher einer nach wie vor wachsenden Entwicklung eines falschen, unrunden Gangs und latenter
Verursacher einer Reihe körperlicher Beschwerden.